
Die größten Risiken im Smart Home
- Unsichere Geräte: Billig-Kameras und -Sensoren ohne Verschlüsselung oder Sicherheitsupdates
- Schwache Passwörter: Standardpasswörter (admin/admin) die nie geändert wurden
- Cloud-Abhängigkeit: Daten fließen zu US-Servern, unterliegen dem Cloud Act
- Veraltete Firmware: Sicherheitslücken in Smart-Home-Geräten ohne Updates
- Unsicheres WLAN: Schwaches Passwort, veraltete WEP/WPA-Verschlüsselung
Sofortmaßnahmen: Das Minimum
1. Standard-Passwörter ändern: Jedes Smart-Home-Gerät kommt mit einem Standardpasswort. Das erste, was du nach der Installation tust: Passwort zu einem langen, einzigartigen Passwort ändern. Nutze einen Passwort-Manager (Bitwarden, 1Password).
2. WLAN absichern: WPA3 oder mindestens WPA2, Passwort mindestens 12 Zeichen mit Sonderzeichen. SSID (Netzwerkname) nicht mit „FRITZ!Box“ oder Adresse benennen.
3. Firmware aktuell halten: Aktiviere automatische Updates für alle Smart-Home-Geräte. Veraltete Firmware = bekannte Sicherheitslücken = einfaches Angriffsziel.
Fortgeschrittene Maßnahmen
IoT-Netzwerk separieren
Erstelle ein separates WLAN-Netzwerk (VLAN oder Gast-WLAN) nur für Smart-Home-Geräte. So können kompromittierte Geräte nicht auf PCs, Smartphones oder NAS im Hauptnetzwerk zugreifen. FRITZ!Box ermöglicht dies über Gastnetzwerk-Einstellungen.
Lokale Systeme bevorzugen
Home Assistant (lokal), Homematic IP (lokal optional) und AVM Fritz!Box-basierte Systeme verarbeiten viele Daten lokal ohne Cloud. Kaufe bevorzugt Geräte die ohne permanente Internetverbindung funktionieren.
VPN für Fernzugriff
Statt Smart-Home-Apps direkt übers Internet zu öffnen, nutze einen VPN-Tunnel (z.B. Wireguard auf der FRITZ!Box) für Remote-Zugriff. Dann sind deine Geräte nicht direkt aus dem Internet erreichbar.
Datenschutz bei spezifischen Geräten
Sprachassistenten (Alexa, Google): Nutze die Mute-Taste wenn du keine Sprachsteuerung brauchst. Lösche regelmäßig die Sprachaufnahmen in der App. Alexa: Einstellungen → Datenschutz → Alexa Datenschutz.
Kameras: Kaufe Kameras mit lokaler Speicherung (SD-Karte/NAS). Richte Kamera nie auf Schlafzimmer oder private Bereiche. Eufy und Reolink haben bessere Datenschutz-Bilanzen als Ring oder Arlo.