
Photovoltaik als Grundlage
Eine Photovoltaikanlage (PV) auf dem Dach produziert tagsüber Strom. Was nicht sofort verbraucht wird, wird eingespeist (Einspeisevergütung aktuell ca. 8 Cent/kWh) oder gespeichert. Da Eigenverbrauch mehr wert ist als Einspeisung (Strombezugspreis: 25-35 Cent/kWh), lohnt es sich, möglichst viel selbst zu verbrauchen.
Smarte Energiemanagementsysteme (EMS)
Ein Energy Management System (EMS) koordiniert Erzeugung, Verbrauch, Speicherung und Ladung automatisch. Bekannte Systeme: SMA Sunny Home Manager, E3/DC Hauskraftwerk, Fronius Symo Gen24 und Tibber (dynamische Stromtarife). Home Assistant mit Energiemodul kann viele EMS-Funktionen kostenlos übernehmen.
Stromspeicher: Batterie für Überschussstrom
Ein Heimspeicher (10 kWh typisch) puffert den PV-Überschuss für die Nacht. Bekannte Anbieter: BYD Battery-Box, Sonnen eco, E3/DC S10 hauskraftwerk. Kosten: ca. 800–1.200 Euro/kWh installiert. Bei 10 kWh: 8.000–12.000 Euro. Wirtschaftlichkeit: Amortisierung in 8–12 Jahren – lohnt sich vor allem in Kombination mit dynamischen Stromtarifen.
Wallbox: E-Auto mit Sonnenstrom laden
Eine smarte Wallbox (z.B. go-e Charger, Easee, Keba) kann den Ladevorgang des E-Autos koordinieren: Laden nur bei PV-Überschuss (PV-Überschussladen), Laden nachts zu günstigsten Zeiten (Tibber-Dynamiktarif) oder Laden priorisieren wenn Netz und Batterie voll sind.
- go-e Charger Gemini (22kW): WLAN, PV-Überschuss, Open-Source-API, ca. 700€
- Easee Home: Modular, schlankes Design, ca. 700€
- Keba KeContact P30: Profi-Wallbox, sehr zuverlässig, ca. 800€
- FRITZ!Box Integration: AVM bietet Energieverwaltung über FRITZ!DECT
Dynamische Stromtarife: Günstig laden wenn alle schlafen
Tibber und Awattar bieten stündlich variierende Strompreise nach Börsenpreisen. Nachts zwischen 2–5 Uhr ist Strom oft 50–70% günstiger als tagsüber. Smarte Wallboxen, Wärmepumpen und Heimspeicher laden automatisch zu diesen günstigen Zeiten – vollautomatisch gesteuert durch Home Assistant oder native Tibber-Integration.